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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Badeverbot im Schiersteiner Hafen

Antrag zur Sitzung des Ortsbeirats am 02.06.2004

Die Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, wegen der Altablagerungen im Schiersteiner Hafen ein Badeverbot zu erlassen und auf diese Maßnahme hinzuweisen durch

  • entsprechende Schilder am Rand des Hafenbeckens
  • ein Schreiben des Magistrats an alle im Hafenbecken Wassersport treibenden Vereine, in dem die aktuelle Situation dargestellt wird, verbunden mit der Bitte, speziell auch die eigenen Jugendabteilungen sowie Gastvereine entsprechend zu informieren

Begründung:

Gewisse Bereiche des Schlamms im Schiersteiner Hafen sind stark durch Altablagerungen belastet. Dieser Schlamm kann von Booten oder Schwimmern aufgewirbelt werden, so dass die gefährlichen Stoffe anschließend durch die Haut von Badenden aufgenommen werden.

Mit einer Sanierung ist offenbar wegen der hohen Kosten in absehbarer Zeit leider nicht zu rechnen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass alle Beteiligten über die möglichen Gefahren informiert sind, bevor sie beispielsweise der Versuchung erliegen, nach einem Regatta-Sieg den Steuermann zu „taufen“ oder bei heißen Temperaturen vom Boot ins Wasser zu springen.


Bemerkungen:

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

In einem Schreiben vom 28.07.2004 erhielten wir vom zuständigen Dezernat folgenden Bescheid: „Wenn keine Hinweise auf regelmäßige Badeaktivitäten im Schiersteiner Hafen vorliegen, ist die Verfügung eines Badeverbots nicht erforderlich“. Die derzeit aufgestellten Schilder wurden als „nicht mehr aktuell“ bezeichnet.

Da das Gutachten in der Magistratsvorlage 02-V-36-0014 zu ganz anderen Schlüssen kommt, wird die grüne Fraktion der Stadtverordnetenversammlung das Thema im Gesundheitsausschuss erneut zur Sprache bringen. Diese Aktivitäten sollen auch dazu beitragen, als langfristiges Ziel eine Sanierung des Hafenbeckens zu erreichen.

Die im Hafenbecken Wassersport treibenden Vereine werden in einem Schreiben des Magistrats darauf hingewiesen, dass ein Kontakt mit dem Sediment vermieden werden sollte.

Erstellt: 19.03.2004, letzte Änderung: 29.11.2007, Autor: W.Richters, © 2000