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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Entbehrliche Verkehrszeichen an Bahnübergängen

Antrag zur Sitzung des Ortsbeirats am 18.02.2004

Zeichen 201Die Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, die entbehrlichen Hinweis- und Gefahrzeichen an den Bahnübergängen zwischen Alter Schmelze und Schiersteiner Hafen beseitigen zu lassen.

Begründung:

Das Gütergleis zum Schiersteiner Hafen ist nach unseren Informationen von der Deutschen Bahn AG aufgegeben worden, so dass dort keinerlei Schienenverkehr mehr stattfindet. Eine Reaktivierung ist beim gegenwärtigen Sachstand nur im Rahmen eines erweiterten Stadtbahn-Projektes denkbar, mit dessen Realisierung aber in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist. Wir dürfen also davon ausgehen, dass das Gleis in den nächsten zehn Jahren nicht mehr von Schienenfahrzeugen benutzt wird. Deshalb ist es sinnvoll, die Vielzahl von Hinweis- und Gefahrzeichen zu entfernen, speziell in der Rheingaustraße und im Bereich der Einmündung der Saarbrücker Allee in die Alte Schmelze. Verkehrsteilnehmer sollten sich auf die wirklichen Gefahren konzentrieren können und nicht unnötig abgelenkt werden.


„Schilder-Schilda in Schierstein“?
„Bahnübergang“ Schoßbergstraße:
keine Schienen, aber Andreaskreuz und Lichtsignalanlage

Bemerkungen:

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Von der Straßenverkehrsbehörde der Landeshauptstadt Wiesbaden erhielten wir die Antwort, dass die Gleisanlagen in den Besitz der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH übergegangen seien. Die neue Besitzerin plane eine Studie zur Zukunft des Schienengüterverkehrs in Wiesbaden, um anschließend eventuell wieder eine Bedienung über die Schiene durchzuführen.

Trotz unserer großen Wertschätzung des Schienenverkehrs halten wir eine derartige Reaktivierung in Schierstein weiterhin für unrealistisch, mussten uns aber zunächst mit der Situation abfinden.

Am 16.09.2007 haben wir dann das zuständige Dezernat gebeten, die Entscheidung doch noch einmal zu überdenken, weil inzwischen direkt neben den „Andreaskreuzen“ Zäune die Gleise versperren und Schotterauflagen eine Nutzung unmöglich machen, so dass man sich als Verkehrsteilnehmer derzeit an den betreffenden Stellen schlicht auf den Arm genommen fühlt. Außerdem sind Verkehrszeichen und Signalanlagen in einem so schlechten Zustand, dass sie wahrscheinlich vor einer Reaktivierung der Strecke ohnehin komplett erneuert werden müssten.

Als Reaktion auf dieses Nachhaken erhielten wir dann Anfang Dezember 2007 die Information der Straßenverkehrsbehörde, dass „seitens der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH geplant ist, die Beschilderung und Sicherung der Bahnübergänge zwischen Alter Schmelze und Schiersteiner Hafen Anfang 2008 zurückzubauen“.

Mitte 2009 waren dann die ehemaligen Bahnübergänge in der Alten Schmelze und der Rheingaustraße endlich im gewünschten Zustand, während in der dazwischen liegenden Schoßbergstraße das nicht mehr vorhandene Gleis von vier Andreaskreuzen und Signalanlagen „bewacht“ wurde. „Schilder-Schilda in Schierstein“?

Erstellt: 17.01.2004, letzte Änderung: 22.07.2009, Autor: W.Richters, © 2000