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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Denkmalgeschützte Bauten im „Quartier Söhnlein“

Antrag zur Sitzung des Ortsbeirats am 28.09.2016

Wir bitten den Ortsbeirat um folgenden Beschluss:

Wir bitten darum, uns durch eine kompetente Instanz (z.B. Untere Denkmalschutzbehörde, Grundstückseigner Henkell & Co. oder das ausführende Ingenieurbüro) vorstellen zu lassen, wie die denkmalgeschützten Bauten (Prunksaal, Gewölbekeller und Turmhaus) des „Quartiers Söhnlein“ in den letzten Bauabschnitt integriert werden sollen und welche Art der Nutzung für diese Objekte vorgesehen ist.

Begründung:

Der Ortsbeirat der Jahre 2001 bis 2006 hatte während seiner Amtszeit die Gelegenheit, Prunksaal und Gewölbekeller auf dem Gelände des Quartiers Söhnlein zwischen Dachsberg- und Schneebergstraße zu besichtigen. Damals gab es noch kein Konzept für die Nutzung der denkmalgeschützten Bauten. Inzwischen ist die Bebauung aber so weit fortgeschritten, dass wir uns über eine detaillierte Vorstellung der zukünftigen Nutzung freuen würden, nachdem wir bisher beispielsweise 2014 für den Prunksaal nur die Kurzinformation erhielten: „Die ‚historische Prunkhalle‘ wird moderat für eine wohnliche Bebauung ergänzt“.

Bei einer Vorstellung der konkreten Pläne wäre es auch sinnvoll, über eine erneute Ortsbegehung durch den Ortsbeirat zu sprechen, da von den gegenwärtigen Mitgliedern des Gremiums fast niemand die Örtlichkeiten kennt.


Quartier Söhnlein: Visualisierung der Pläne für den mittleren Teil
Quartier Söhnlein:
Visualisierung der Pläne für den mittleren Teil
Quelle: Kratz Architekten • Ingenieure, Saulheim

Bemerkungen:

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Die Vorstellung der Pläne und Ideen für diese Bauten fand in der Sitzung am 09.11.2016 statt. So wie auf dem nebenstehenden Bild soll es vielleicht einmal aussehen. Die Tiefgarage erstreckt sich vom Turmhaus bis unter das Gebäude ganz rechts und besteht im linken Teil aus dem historischen Gewölbekeller.

Die Fassade des Turmhauses soll im Fensterbereich leicht modifiziert werden. Außerdem erhält das Gebäude im hinteren Bereich einen Anbau und soll als Wohnhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche verkauft werden.

In den beiden Seitenteilen der Prunkhalle sollen je zwei Wohnungen entstehen. Für den eigentlichen Prunksaal sehen die Pläne eine großzügige Loftwohnung mit einer zusätzlich eingebauten Zwischendecke vor. Dabei soll viel Glas verwendet werden, damit die Stuckdecke bis zu einem gewissen Grade sichtbar bleibt.

Die Baumaßnahme soll im Spätsommer 2017 abgeschlossen werden. Bei den Plänen für die Prunkhalle gibt es allerdings noch keine endgültige Einigung mit dem Denkmalschutz, so dass es auch später werden kann.

Außerdem wurde dem Ortsbeirat angeboten, die denkmalgeschützten Bauten im Jahr 2017 zu besichtigen, um den aktuellen Stand auch einmal vor Ort zu sehen.

Erstellt: 17.09.2016, letzte Änderung: 24.11.2016, Autor: W.Richters, © 2000