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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Presseinformation zum „(Schier-)Stein“

Er steht wieder!

18.09.2014

Markierungsstein im August 2014
Markierungsstein im September 2014
nach Abschluss der Bauarbeiten

Er steht wieder, jener zunächst mysteriöse (Schier-)Stein, den der stellvertretende Schiersteiner Ortsvorsteher Walter Richters im Frühjahr 2013 an der Ausfallstraße in Richtung Walluf (Söhnleinstraße) entdeckte. Es handelt sich dabei um einen Steinquader, dessen eine Seite mit dem Schriftzug REICH versehen ist, während auf der anderen Seite die Buchstaben GEM zu erkennen sind. Erst mit Hilfe von Lesern der Lokalpresse gelang es, die Bedeutung des Steines zu enträtseln. Die umfangreichste Aufklärung brachte dabei der Hinweis auf den Internetauftritt des Archivs für Autobahn- und Straßengeschichte: „Es handelt sich um einen jener heute längst vergessenen und zumeist verschollenen Markierungssteine, mit denen ab 1935 die Zuständigkeitsbereiche für die Straßenbaulast zwischen Reich und Kommunen abgegrenzt wurden.“ Derzeit sind dem Archiv neben Schierstein nur noch zwei weitere Standorte bekannt, und zwar bei Bielefeld und in der Oberlausitz.

Das Objekt ist natürlich nicht mit einem römischen Meilenstein vergleichbar, aber trotzdem erhaltenswert. Daher wurde der Schiersteiner Ortsbeirat aktiv, speziell weil ein umfangreicher Rück- und Umbau der Straße geplant war und die Angst bestand, dass der Stein im Rahmen der Baumaßnahmen „unter die Räder“ kommt. Der Umbau wurde inzwischen abgeschlossen. „Unter die Räder gekommen“ ist er offenbar dabei auch ein wenig, wenn man sich heute gewisse neue Spuren auf der Oberfläche betrachtet. Aber er steht wieder, ziemlich genau am alten Platz und inzwischen auch gerade, und ein wenig neues Gras ist im Umfeld ebenfalls schon gewachsen.


Bemerkungen:

Die Presseinformation wurde mit leichten Kürzungen und Änderungen am 18.09.2014 im Wiesbadener Kurier und im Wiesbadener Tagblatt veröffentlicht.

Erstellt: 18.09.2014, letzte Änderung: 18.09.2014, Autor: W.Richters, © 2000