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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Presseerklärung
„Falscher Lärmschutz beim Neubau der Schiersteiner Brücke“

Schiersteiner Grüne empört über die Planungen des Bundes

06.04.2011

Mit Empörung hat die grüne Fraktion im Schiersteiner Ortsbeirat zur Kenntnis genommen, dass der Bund bei seinen Planungen für den Neubau der Schiersteiner Brücke weiterhin nur völlig unzureichende Lärmschutzmaßnahmen anbietet. Lärmschutz durch sogenannte Schallschutzfenster für Anlieger ist der falsche Weg. Der Einbau bedeutet für die Betroffenen Aufwand und Belastung. Außerdem wirkt diese Maßnahme natürlich nur bei geschlossenen Fenstern. Das ist eine Einschränkung, die bei entsprechendem Wetter und bei verständlichem Frischluftbedarf einen deutlichen Verlust von Lebensqualität bedeutet. Und nicht zuletzt geht es zusätzlich auch darum, Besucherinnen und Besucher des Naherholungsgebiets „Schiersteiner Hafen“ vor noch mehr Lärm zu schützen, und da greifen die vorgesehenen Maßnahmen überhaupt nicht.

Deshalb unterstützen wir die Landeshauptstadt Wiesbaden ausdrücklich bei den Einsprüchen gegen die jetzige Planung und fordern weiterhin einen durchgehenden Lärmschutz direkt an der Brücke, also unmittelbar am Entstehungsort. Das ist auch gültige Beschlusslage im Ortsbeirat. Beim Gesamtvolumen der Baumaßnahme darf diese Lösung nicht an den vergleichsweise geringen Kosten scheitern. Die Begründung, man plane eben nur, was auch gesetzlich vorgeschrieben ist, hört sich angesichts der zu erwartenden Lärmbelastung fast schon zynisch an.

Wir unterstützen die Landeshauptstadt Wiesbaden ausdrücklich bei ihrem Einspruch gegen diese Pläne und bei der Aussage, gegebenenfalls auch den Klageweg zu wählen, um für Biebrich und Schierstein eine gute Lärmschutz-Lösung durchzusetzen.


Erstellt: 06.04.2011, letzte Änderung: 06.04.2011, Autor: W.Richters, © 2000