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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Sachstand bei der weiteren Bebauung des Wohngebiets
„Quartier Söhnlein“

Antrag zur Sitzung des Ortsbeirats am 06.11.2013

Wir bitten den Ortsbeirat um folgenden Beschluss:

Der Magistrat wird gebeten, dem Ortsbeirat über den aktuellen Sachstand bei der Bebauung des mittleren Teils des Geländes südlich des Schiersteiner Bahnhofs („Quartier Söhnlein“) zu berichten.

Begründung:

Die westlichen und östlichen Teile des „Quartier Söhnlein“ am Schiersteiner Bahnhof wurden bereits vor einigen Jahren bebaut, während der mittlere Abschnitt zunächst nicht vermarktet wurde. Das lag offenbar am historischen Gewölbekeller und am Prunk- oder Festsaal, die unter Denkmalschutz stehen. Für diese beiden Objekte auf dem Grundstück gab es bislang kein Konzept, sie in eine neue Bebauung zu integrieren.

Inzwischen sind aber offenbar Makler tätig, um auf dem Gelände Immobilien zu verkaufen. Daher gehen wir davon aus, dass es konkrete Pläne gibt, die für den Ortsbeirat speziell wegen der beiden oben genannten Bauwerke von großem Interesse sind.

Hinzu kommt, dass der ursprüngliche Besitzer des Grundstücks, die Sektkellerei Henkell & Co., in den vergangenen Jahren dem Ortsbeirat mehrfach zugesichert hat, rechtzeitig über einen neuen, relevanten Sachstand zu informieren.


Quartier Söhnlein: Plan und Modell des mittleren Teils
Quartier Söhnlein:
Plan und Modell des mittleren Teils
Quelle: Kratz Architekten • Ingenieure, Saulheim

Bemerkungen:

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Mit Schreiben vom 21.01.2014 wurden wir vom planenden Büro folgendermaßen informiert:

  • Ein bereits genehmigtes Mehrfamilienwohnhaus (MFH III im Plan rechts) findet seinen Standort neben dem Kinderspielplatz über der ehemaligen Beton-Weinfass-Anlage, die als Tiefgarage genutzt werden soll.
  • Die Grundstücksteilfläche II wird mit einer eingeschossigen Atrium-Hausanlage bebaut. Der geplante Lichthof im historischen Kellergewölbe soll nicht mehr hergestellt werden. Der Gewölbekeller bleibt unberührt und soll über Außentreppenanlagen zu erreichen sein.
  • Die historische „Bismarckeiche“ neben der Prunkhalle bekommt eine professionelle Baumpflege. Im Wurzelbereich finden grundsätzlich keine Baumaßnahmen statt. Auf dem angrenzenden, bereits vorhandenen Kellerbereich wird eine zweigeschossige Bebauung mit maximal drei Wohneinheiten neu errichtet. Hierbei soll die Geometrie der „Bismarckeiche“ eingebunden werden. Es gibt bereits entsprechende Absprachen und eine Begleitung durch das Amt für Grünflächen, Landwirtschaft und Forsten der Landeshauptstadt Wiesbaden.
  • Das Turmhaus bleibt erhalten und wird in Abstimmung mit der Denkmalpflege der Stadt Wiesbaden moderat umgebaut und gegebenenfalls rückseitig erweitert, so dass auch hier eine wohnliche Nutzung möglich ist.
  • Die „historische Prunkhalle“ wird moderat für eine wohnliche Bebauung ergänzt. Dies erfolgt in engster Abstimmung mit der Denkmalpflege der Stadt Wiesbaden.

In der Sitzung am 28.09.2016 haben wir dann einen weiteren Antrag gestellt mit dem Wunsch, die obigen Informationen auf den neuesten Stand zu bringen. Diese Bitte wurde in der Sitzung am 09.11.2016 erfüllt.

Erstellt: 24.10.2013, letzte Änderung: 24.11.2016, Autor: W.Richters, © 2000