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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Weitere Auswertungen zum Schallpegel an der A66

Vergleichsmessungen zur Lärmschutzwand in der Hardtstraße

Immisionsort 1: Hardtstraße 1
Uhrzeit Mittelungspegel
Leq in db(A)
ohne
Lärmschutzwand
Mittelungspegel
Leq in db(A)
mit
Lärmschutzwand
Pegel-
minderung
in db(A)
  11.-12.02.2003 18.08.2005  
06:00-22:00 76,1 68,9 -7,2
22:00-06:00 68,8    
 
Immisionsort 2: Vogesenstraße
Uhrzeit Mittelungspegel
Leq in db(A)
ohne
Lärmschutzwand
Mittelungspegel
Leq in db(A)
mit
Lärmschutzwand
Pegel-
minderung
in db(A)
  09.-10.11.2004 02.-03.11.2005  
06:00-22:00 71,5 69,0 -2,5
22:00-06:00 64,4 62,1 -2,3

Im Ergebnis dieser Untersuchungen ist für die Hardtstraße/Höhe Hausnummer 1 im Vorher-/Nachhervergleich (ohne und mit Lärmschutzwand) ein Pegelunterschied von 7,2 dB(A) tagsüber bei gleicher Messstelle, gleichen Rahmenbedingungen, Messung ca. 0,5 Meter über dem Fahrzeugdach des Messwagens, festzustellen.

Für die Vogesenstraße ergibt sich eine Gesamtpegeldifferenz (Situation 2004/2005) von 2,5 dB(A) am Tage und 2,3 dB(A) in der Nacht. Die Situation nach dem Bau der Lärmschutzwand ist demnach auch für die Vogesenstraße günstiger als vor dem Bau der Wand. Eine Reduzierung der Lärmbelastung um 2,5 dB(A) bedeutet annähernd eine Halbierung der Ereignishäufigkeit, hier der Verkehrsmenge. Pegelveränderungen dieser Größenordnung sind für die Betroffenen deutlich spürbar.

Sundgaustraße

Schallpegelmessungen wurden vom Umweltamt nicht durchgeführt. Jedoch haben die schalltechnischen Untersuchungen der Ingenieurgesellschaft Dr. Gruschka vom 07.11.2003 ergeben, dass durch den Bau der Schallschutzwand eine Lärmminderung von bis zu 6 dB(A) erreicht wird. Insofern sind Befürchtungen einer höheren Lärmbelästigung in den entfernter liegenden Gebäuden nicht zu erwarten.


Bemerkungen:

Die oben zitierten Messergebnisse und Bewertungen stammen aus dem Schreiben des Dezernenten für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, Prof. Dr.-Ing. Pös, vom 24.04.2006 an den Ortsbeirat Wiesbaden-Schierstein als Reaktion auf unseren Antrag in der Sitzung am 06.12.2006.

Leq bedeutet „Level Energy Equivalent“ und ist der logarithmische Durchschnittswert der Lärmmesswerte im Messzeitraum. Dadurch erhält man vergleichbare Werte für die Beurteilung des Dauerschallpegels. Dieses Verfahren wird beispielsweise auch bei Messungen von Fluglärm eingesetzt.

Unsere Auswertung der Ergebnisse führte zu einem weiteren Antrag im Ortsbeirat.

Zu der in Schierstein immer wieder auftauchenden Behauptung, bei der Schallschutzwand an der Hardtstraße sei die falsche Seite in Richtung Autobahn montiert worden, folgende Stellungnahme des zuständigen Dezernenten, Prof. Dr.-Ing. Pös:

Die in der Hardtstraße installierte Lärmschutzwand ist beidseitig hochabsorbierend ausgeführt. Die eingebauten Bauelemente weisen auf beiden Seiten eine Vorsatzschale aus Porenbeton auf, welche gemäß eines vorliegenden Bau- und Werkstoffprüfzeugnisses als hoch absorbierend eingestuft worden sind. Rein schalungstechnisch kann jedoch nur eine Seite mit Rippenstruktur hergestellt werden, welche ein ansprechendes Erscheinungsbild darstellt. Aus städtebaulicher Sicht wurde die strukturierte Seite der Schallschutzwand in Richtung der Anlieger der Hardtstraße eingebaut. Auf die Lärmschutzwirkung der Wand nimmt dies keinen Einfluss.


Erstellt: 05.05.2006, letzte Änderung: 27.03.2008, Autor: W.Richters, © 2000