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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Status der Altablagerungen in Schierstein

Antrag zur Sitzung des Ortsbeirats am 15.10.2003

Die Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, den Ortsbeirat über den aktuellen Status der Altablagerungen auf Schiersteiner Gebiet zu unterrichten.

Begründung:

Im Jahre 1998 wurden wir zuletzt über den Status von Altablagerungen in Wiesbaden-Schierstein informiert, beispielsweise im Bereich der Kleinaustraße. Damals sollten an etlichen Stellen noch vertiefende Untersuchungen vorgenommen werden, bevor eine abschließende Beurteilung der entsprechenden Altablagerung möglich sei.

Da wir in den letzten Jahren nichts mehr vom Fortschritt dieser Untersuchungen gehört haben, ist jetzt eine Aktualisierung unseres Wissensstandes wünschenswert. Diese Auffrischung sollte auch den neuesten Stand bei den Schlamm-Problemzonen im Hafenbecken beinhalten.


Bemerkungen:

Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Ende November 2003 erhielten wir folgenden Bericht: 

In Schierstein sind in der Verdachtsflächendatei 12 Altablagerungen registriert.

Die Altablagerungsflächen „Im Kreuzer“, „Geißkopf“, „Schimmerich“, „Kleinaustraße“ und „Rheinwiesen“ wurden in den 90er Jahren mit Mitteln des Landes nach der Altlastenfinanzierungsrichtlinie (AFR) umfangreich umwelttechnisch untersucht.

Als Ergebnis kann in der Zusammenfassung festgehalten werden, dass von diesen Altablagerungen über die Gefährdungspfade Boden, Bodenluft und Grundwasser keine Belastungen ausgehen, die das Wohl der Allgemeinheit beeinträchtigen.

Die Untersuchungen sind damit abgeschlossen.

Weiterhin wird jedoch für die Altablagerungen „Im Kreuzer“, „Schimmerich“, „Kleinaustraße“ und „Rheinweisen“ zur Überwachung der Grundwasserabstrom jährlich überprüft.

Für die Altablagerungsverdachtsflächen „Saarbrücker Allee“, „Ringofenstraße“, „Hafenweg“, „Alte Bootsrampe“, „Ehem. Ziegelei“, „Ehem. Ziegelei, Gelände TU“ und „Tennisplätze an der Saarbrücker Allee“ hat sich aus den vorliegenden Informationen die Notwendigkeit von Altablagerungsuntersuchungen nicht ergeben, bzw. wurden die Flächen im Rahmen von Baumaßnahmen umwelttechnisch bereits bewertet und saniert.

Zur Überprüfung der Unterlagen dieser Altablagerungsverdachtsflächen ist mittelfristig eine historische Recherche geplant.


Altablagerungen im Schlamm belasten weiterhin gewisse Teile des Hafenbeckens, ohne das eine Sanierung in Sicht ist. Dies führte zu einem weiteren Antrag.

Im Jahr 2015 haben wir die obigen Informationen mit Hilfe eines Antrags aktualisieren lassen und in einer Übersicht veröffentlicht. Sie finden dort Beschreibungen und Karten zu den einzelnen Flächen.

Erstellt: 02.10.2003, letzte Änderung: 29.11.2007, Autor: W.Richters, © 2000