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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Flugblatt zu „Zebrastreifen in Schierstein“

Zebrastreifen in Schierstein -
ein Verdienst der SPD?

(26.04.2000, Auflage 1500)

Liebe Schiersteinerinnen und Schiersteiner,

aus dem Osterurlaub zurückgekehrt, hat es mir fast die (Wander-)Schuhe ausgezogen, als ich die „Schiersteiner Brücke“ der SPD lesen durfte. Eigenlob ist eine unvermeidbare Eigenschaft von Politikern; aber hier wurde doch ziemlich dick aufgetragen. Die Arbeit im Ortsbeirat war jedenfalls manchmal kaum wiederzuerkennen. Verdeutlichen würde ich dies gern am Beispiel der vier neuen Zebrastreifen im Schiersteiner Ortskern, bei denen der Eindruck erweckt wird, die SPD habe diesen Fortschritt erreicht.

Verkehrsberuhigung (Tempo 30, Fußgängerüberwege z.B. in der Karl-Lehr-Straße) war eine der Forderungen im Informationsblatt der Schiersteiner Grünen vor der letzten Kommunalwahl.

Mein Versuch, dieses Vorhaben umzusetzen, erzeugte bei den übrigen Fraktionen positive, aber eher etwas frustrierte Reaktionen, weil offenbar ähnliche Vorhaben früherer Ortsbeiräte am Widerstand des zuständigen Dezernats und des Tiefbauamtes gescheitert sind. Zusätzlich äußerte der Fraktionssprecher der SPD Bedenken gegen Zebrastreifen, da sie Fußgängern ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln. Meine Rückfrage bei der neuen Umwelt- und Verkehrsdezernentin Christiane Hinninger (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) ergab jedoch eine gewandelte, positive Einstellung zu Zebrastreifen, deren Einrichtung zusätzlich durch geänderte Vorschriften erleichtert wurde.

Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, in der unter anderem alle Fraktionen des Ortsbeirats vertreten waren. Die Vorschläge dieser Kommission wurden dann mit Hilfe des Umwelt- und Verkehrsdezernats in erstaunlich kurzer Zeit zum Wohle der Fußgänger umgesetzt.

Gegen die SPD mit ihrer absoluten Mehrheit geht im jetzigen Ortsbeirat natürlich nichts; aber nicht alles Erreichte ist ausschließlich Verdienst der Schiersteiner SPD. Wenn man schon versucht, sich auf Lorbeeren zu betten, sollten es wirklich die eigenen sein.

Erstellt: 02.09.2000, letzte Änderung: 29.01.2011, Autor: W.Richters, © 2000